Knorpel-Knochen-Zylinder-Transplantation

Liegt bei einem jungen Menschen ein umschriebener Knorpelschaden am Kniegelenk vor, ist das in der Regel der erste Schritt zum frühzeitig einsetzenden Gelenkverschleiß. Besonders wenn der Knorpelschaden in der Belastungszone des Gelenkes liegt kann dies innerhalb kurzer Zeit eintreten. Der Fachmann spricht von der Früharthrose des Kniegelenkes. In jedem Kniegelenk gibt es aber Areale wo keine unmittelbare Belastung stattfindet, es aber dennoch einen guten Knorpelüberzug der Gelenkoberfläche gibt. Bei der Knorpel-Knochen-Zylinder-Transplantation werden entsprechende Zylinder mit gutem, nicht geschädigtem Knorpel aus nicht belasteten Regionen des Kniegelenkes in die Defektzone der Belastungsregion transplantiert. In dieser Technik können Einzelzylinder transplantiert werden um kleinere Knorpelschäden zu behandeln. Aber auch mit mehreren solcher Zylinder können in der sogenannten Mosaiktechnik Knorpelschäden bis zu zwei Eurostückgröße behandelt werden.

Die Behandlung von Knorpelschäden ist eines der Hauptarbeitsgebiete von orthós -Orthopädische Chirurgie Berlin. Sollten Sie Fragen zu der Knorpel-Knochen-Zylinder-Transplantation haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der OP-Sprechstunde von Dr. Karsten Moeller.

Schematische Darstellung der Operation:

Abb.1: Nach Sichtung der Defektgröße wird aus einer entsprechenden nichtbelasteten Region des Kniegelenkes ein Knorpel-Knochen-Spendezylinder mit gutem Knorpelüberzug gewonnen. Die Entnahme erfolgt mit einem speziellen Hohlmeißel. Die Spenderregion liegt meist an der oberen Außenseite des Kniegelenkes.

Abb.2: Hier sehen sie den entnommenen Spendezylinder mit vitalem Knochengewebe und gutem gesunden und belastungsfähigen Knorpelüberzug im Hohlmeißel nach dem Entnahmevorgang.

Abb. 3: Der Knorpeldefektbereich in der zentralen Belastungszone wird ebenfalls mit einem Hohlmeißel ausgestanzt und für die Aufnahme des Spendezylinders vorbereitet.

Abb. 4: Der Spendezylinder mit gutem belastungsfähigen Knorpel wird in den Defekt eingedrückt. Wegen des gesunden körpereigenen Knorpel-Knochen-Zylinders besteht ein sehr gutes und biologisches Einwachsverhalten nach der Operation.

Abb. 5: Der Zustand nach erfolgreicher Knorpel-Knochen-Zylinder-Transplantation. Die Knorpeloberfläche in der Belastungszone ist wieder mit Knorpel bedeckt. Füllt man einen Knorpeldefekt mit mehreren Zylindern spricht man von einer Mosaik-Plastik.